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Humanistische Plattform zum 2. ASF
Seit es die Humanistische Plattform gibt (sie hat sich 1999 in einem denkwürdigen Dialogprozess entwickelt) ist es schwierig zu beschreiben, was sie eigentlich wirklich ist. Sie ist vielleicht so eine Art Sozialforum im Kleinen. Wir setzten uns damals schon und seither mit den Fragen auseinander, die nun auch die großen Sozialforen beschäftigen: Wie soll Demokratie ausschauen? Nämlich die Demokratie, in der wir auch gerne leben wollen? Wie kann Partizipation ermöglicht werden? Wie sollen Entscheidungsprozesse ablaufen? Wir haben da eine ganze Menge herumexperimentiert, spielerisch, sind auch zu vielen inspirierenden Ergebnissen gekommen, könnten aber heute nicht sagen, wir hätten die GoldeneLösungsregelfüralleProblemedieserWelt gefunden.
Unter welchen Bedingungen funktioniert Beziehung heute? Allein diese Frage hat soviele Antwortmöglichkeiten wie es Menschen gibt. Welche Gestaltungsfreiräume hat Identität? Das kann eine/r alleine gar nicht reinen Gewissens beantworten. Das kann nur im Dialog ermittelt werden. So paradox es klingen mag, aber die persönliche Identität ist anscheinend ein schönes Stück weit keine Privatsache. Das war jedenfalls ein Ergebnis: es braucht Dialog und Dialog und Dialog und deshalb haben wir auch immer wieder Projekte initiiert oder unterstützt, wo Dialoge stattfinden konnten. Begonnen haben wir gleich ganz unbescheiden mit einer "Messe der Initiativen und Organisationen der Zivilgesellschaft". Ja, ja, die gute, alte Visionale. Noch im Winter 99 sind wir im eiskalten Kabelwerk bei Taschenlampenschein zusammen gesessen und haben Konzepte ausgebrütet, wie wir das Ding ohne Budget auf die Beine bringen. Und die Hallen im alten Kabelwerk waren einfach zu verlockend...
Aber es hat dann alles so seltsam geklappt und sich gar wundersam gefügt. Wir haben KooperationspartnerInnen gesucht und erstaunlich schnell gefunden. Es war damals spürbar Bedarf nach so einer Messe, wie als ob plötzlich alle draufgekommen wären, dass es Sinn macht, sich mit Leuten auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind und voneinander zu lernen. Im September 2000 waren dann jedenfalls 75 Initiativen und Organisationen im Kabelwerk beieinander und als 2001 Porto Alegre am Horizont auftauchte waren wir glücklich, dass es auf der Welt Leute gibt, die so eine große Visionale zustandebringen. Drei Visionalen, zwei Porto Alegres und ein Florenz später gab es dann auch in Österreich endlich Initiativen ein Sozialforum zu veranstalten. Und völlig folgerichtig hat uns Hallein in seinen Bann gezogen. Dialogfestival, jahalechz. Und weils so schön war gleich weiter nach Linz. Für uns ist das ASF in Linz jedenfalls das sinnvollste Projekt, dass derzeit in Österreich stattfindet, wer sich das absichtlich entgehen lässt, ist selber schuld.
Herzlichste Grüße Eure www.plattform.org
Aja, die Seiten! Also http://www.plattform.org ist unser virtuelles Basislager (vgl. http://www.plattform.org/WasHPist). http://www.dada.at/geoff/ und http://www.fox.co.at/ sei tiefer Dank. http://www.visionale.net und http://www.friedensnews.at sind ehemalige und aktuelle Baustellen. Auf http://www.mund.at, http://www.gleicherechte.at, http://www.friedensnetzwerk.at haben wir Heinzelmenschchen gespielt und http://www.normale.at, http://www.attac-austria.org/apps/ewiki/index.php?id=visionATTAC, http://www.attac-austria.org/gruppen/feministattac/feministattac.php und http://www.attac-austria.org/ überhaupt liegen uns sehr am Herzen. Und übrigens: http://www.socialforum.at !
Und einen Workshop machen wir auch: http://lists.socialforum.at/editprog.cgi?dkey=204 - Das Gehirn und seine Wirklichkeit, Do 18
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