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ROTH, Gerhard: Das Gehirn und seine Wirklichkeit
Gerhard ROTH (1998) Das Gehirn und seine Wirklichkeit. Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2. Auflage, erstmals 1994.
Pflichtlektüre für alle, die mit ihrem Hirn arbeiten oder das vorgeben wollen. Endlich hat jemand den interdisziplinären aber äußerst notwendigen Spagat zwischen Neurobiologie und Philosophie gewagt und damit ˆ ohne das beabsichtigt zu haben ˆ den Konstruktivismus auch naturwissenschaftlich abgestützt.
Ein paar Zitate (S. 21): ≥es gibt kein oberstes kognitives Zentrum.„ Ebd.: ≥Die Wirklichkeit, in der ich lebe, ist ein Konstrukt des Gehirns.„ S. 23: ≥Gehirne [Σ] können die Welt grundsätzlich nicht abbilden; sie müssen konstruktiv sein„ S. 86: ≥Wahrnehmungen sind immer nur Hypothesen über die Umwelt.„ S. 107: ≥der Informationsgehalt bestimmt sich [Σ] durch das Vorwissen [Σ] in dem es empfangen wird.„ S. 212: ≥Gefühle sind somit 'konzentrierte Erfahrungen'; [Σ] Wer nicht fühlt, kann auch nicht vernünftig entscheiden und handeln.„ S. 253: ≥Während unsere Sinnessysteme vieles ausblenden, was in der Außenwelt passiert, enthält umgekehrt unsere Wahrnehmungswelt auch ihrem Inhalt nach, sehr vieles, was keinerlei Entsprechung in der Außenwelt hat.„ S. 325: ≥Die Wirklichkeit wird in der Realität durch das reale Gehirn hervorgebracht.„ S. 356. ≥Wahrheiten [Σ] beruhen auf Vereinbarungen zwischen Menschen.„ S. 357: ≥Viele philosophische Diskussionen sind dadurch entstanden, daß man solch gesichertes Wissen als »objektives« Wissen bezeichnet, während man doch nur »inter-subjektiv« meint„.
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