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WATZLAWICK, Paul: Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns
Paul WATZLAWICK (1992) Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns. Picus Verlag Ges.m.b.H., Wien.
≥Epiktet stellte schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert fest: »Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.«„ ≥Solange unsere Wirklichkeitskonstruktionen passen, leben wir ein erträgliches Leben.„ ≥Für viele Menschen ist der radikale Konstruktivismus unannehmbar, ja geradezu skandalös. Sie halten ihn für eine aufgewärmte Form des Nihilismus. Ich behaupte, wenn es Menschen gäbe, die wirklich zu der Einsicht durchbrächen, daß sie die Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit sind, würden sich diese Menschen durch drei besondere Eigenschaften auszeichnen. Sie wären erstens frei, denn wer weiß, daß er sich seine eigene Wirklichkeit schafft, kann sie jederzeit auch anders schaffen. Zweitens wäre dieser Mensch im tiefsten ethischen Sinn verantwortlich, denn wer tatsächlich begriffen hat, daß er der Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit ist, dem steht das bequeme Ausweichen in Sachzwänge und in die Schuld der anderen nicht mehr offen. Und drittens wäre ein solcher Mensch im tiefsten Sinne konziliant.„ Absolut empfehlenswerte Lektüre.
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