Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Der Kampf um Menschenrechte ist schon im Jahr 1215 dokumentiert. Eigentlich sollte man annehmen, dass die Menschen gleich geboren werden und somit auch die gleichen Rechte haben, aber dies ist ein großer Irrtum.

Erst seit 1948 gibt es ein Dokument, in welchem eine allgemeine Erklärung der Menschenrechte definiert ist. Noch immer ist es erforderlich, Verträge, Konventionen oder Pakte zu schließen, um die Menschenrechte darin zu sichern.

Kampf um die Durchsetzung der Menschenrechte

Schon im Mittelalter wurde erkannt, dass die angeborenen Menschenrechte einem Schutz bedürfen, um diese auch umzusetzen. Sonst wären Einzelne der Willkür der Herrschenden gnadenlos ausgeliefert. Die „Magna Charta Libertatum” aus dem Jahr 1215 ist „die große Urkunde der Freiheiten”. In England ergab sich daraus der Schutz der Adligen und Geistigen. Bemerkenswert aber war, dass endlich auch ansatzweise ein Schutz der Bauern, vor allem vor extrem hohen Steuern, gegeben war.

Diese Urkunde war ein Eckpfeiler für das englische Verfassungsrecht. Es ist ein Kreislauf, der mit dem Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit beginnt. Er endet in einem Kampf gegen den Machtmissbrauch von Herrschern oder Regierungen.

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Im Vordergrund stehen persönliche Interessen und Ideologien, sodass das Wohl des Volkes immer weiter in den Hintergrund rückt. Das beginnt bei der Unterdrückung Einzelner oder des gesamten Volkes und geht bis hin zu grausamen Verbrechen, die auf Befehl der Herrscher oder des Staates ausgeführt werden.

Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit und müssen immer wieder neu unterstrichen bzw. erkämpft werden. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung aus dem Jahr 1776 ist hierfür ein gutes Beispiel. Ihre Wirkung spiegelte sich weltweit wider.

Finanzieller Hintergrund für Verletzung der Menschenrechte

Immer wieder entfacht ein Kampf um die Unabhängigkeit. So waren es auch die englischen Siedler, die sich gegen die ungerechten Steuern wehrten. Die englische Krone hatte im Siebenjährigen Krieg gegen Frankreich (1756-1763) Steuern in erheblichem Maße angehäuft. Die Steuereinnahmen aus den Kolonien sollten helfen, die Schulden zu reduzieren. Doch 13 Kolonien an der amerikanischen Ostküste widersetzten sich. Die bekannteste Handlung war, die am 16.12.1773 veranstaltete „Boston Tea Party“. Ins Hafenbecken wurden von den Siedlern ganze Ladungen von britischen Teeschiffen geworfen. Nach dem Zusammenschluss der Kolonien wurde ein Kontinentalkongress einberufen. Es wurde unter dem Oberbefehl von George Washington eine gemeinsame Armee gebildet. George Washington war später auch der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Menschenrechte in der heutigen Zeit

Täglich werden die Menschenrechte weltweit verletzt. Es sind vor allem Schwellenländer und Entwicklungsländer, in denen die Menschenrechtsverletzungen zu beobachten sind. Waren es früher der Völkermord, sind es heute folgende Menschenrechtsverletzungen, die sich herauskristallisieren:

– Todesstrafe: Sie wurde allein im Jahr 2008 mindestens 2.390-mal vollstreckt. 1 Es sind vor allem China, Iran, die USA und Saudi-Arabien, in denen die meisten Menschen hingerichtet wurden.

– Folter und Misshandlungen: Sie werden in mindestens 79 Staaten ausgeübt. Dabei sind es Polizeibeamte und Sicherheitskräfte, die hier aktiv werden.

– Haft ohne Anklage: In etwa 50 Ländern warten Menschen hinter Gittern auf ein Urteil, ohne, dass überhaupt schon einmal Anklage erhoben wurde.

Es könnten auch noch Verstöße wie Einschränkung der Pressefreiheit, Abschiebungen, Vertreibungen und Diskriminierungen angeführt werden.