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Saturday, December 12, 2009 at 6:03:54 AM
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SYSTEMWANDEL JA !

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inaktiv topic (c) dada.at/geoff SYSTEMWANDEL JA ! topic started 12/12/09; 6:03:54 AM
last post 12/12/09; 6:03:54 AM
user (c) dada.at/geofff Andreas Hermann Landl - SYSTEMWANDEL JA !  blueArrow
12/12/09; 5:03:54 AM (reads: 1219, responses: 0)
KLIMAWANDEL NEIN!

Der Weltklimagipfel in Kopenhagen ist derzeit in aller Munde.
Parallel dazu findet ein Gegengipfel hunderter Nichtregierungsorganisationen (www.klimaforum09.org)
statt, weil viele nicht mehr glauben, dass die Regierenden tatsächlich effiziente Schritte ergreifen, um die Treibhausgasemissionen wirksam einzudämmen.
Die Emissionen von Treibhausgasen (THG) und damit verbunden der Klimawandel sind Probleme, die nicht nur ≥die anderen„, sondern gerade auch uns in Österreich massiv betreffen.
Die globale Erwärmung der letzten Jahrzehnte ist etwa nur halb so hoch, wie sie das bei uns ist ˆ dafür gehört Österreich zu den Ländern, deren pro-Kopf ˆ Emissionen am höchsten sind.
Auswirkungen sind heute schon in der Landwirtschaft (Verschiebung von Ernteterminen, Unwetterschäden) und im Tourismus (Schneesicherheit) spürbar, auch eine Zunahme von Starkniederschlägen (Hochwasser und Muren) im Wechsel von langen Trockenperioden ist zu verzeichnen. Österreich wird wahrscheinlich als einziges Land der 15 alten EU-Mitgliedstaaten
das Kyoto-Klimaziel bis 2012 nicht erreichen. Aus versprochenen minus 13% CO2 sind plus 13% geworden.
Der Verkehrssektor ist in Österreich das größte Sorgenkind. Allein in diesem Bereich haben die Emissionen von THG seit 1990 um 72% zugenommen.

Dies ist einerseits
  • durch den massiven Anstieg des LKW-Verkehrs und
  • andererseits auf die immer weiter voranschreitende Zersiedelung (Einfamilienhäuser und Shopping-Center auf der grünen Wiese) zurückzuführen.
Die offiziellen GipfelteilnehmerInnen sind allesamt Gefangene einer Globalisierung, die immer mehr Treibhausgase produziert.

Wegen der teilweise neoliberalen kurzsichtigen Denkweise, die schnellen Profit, zügellose Konkurrenz und ständiges Wachstum als die höchsten Werte erachtet, steht der Klimaschutz oft ˆ wenn überhaupt ˆ an letzter Stelle.

Die USA und China, die beiden größten Verantwortlichen für die Zunahme der THG halten sich abseits des Gipfels und sind nicht gewillt ihre Großmachtansprüche durch verbindliche Abkommen aufzugeben.
die USA ist größter
Verschmutzer mit 23,5 t pro Person.
China ist größter CO2 Produzent;
China produziert pro Person allerdings 5mal weniger
als die USA

Anstatt wie vom Kyoto-Protokoll vorgesehen, global die Treibhausgase um 5,5% (im Vergleich zum Jahr 1990) zu senken, sind sie weltweit um 30% gestiegen. Nur eine Senkung von weltweit 20% hätte eine Klimaerwärmung einbremsen
können. Nun müssten es 40% bis 2020 sein.

Seit 150 Jahren zeichnen die heute reichsten Länder des Westens durch ihre Produktions- und Lebensweise
verantwortlich für die Klimaerwärmung, die bisher vor allem die
ärmsten Länder des Südens am meisten zu spüren bekommen.
Dürren, Hurrikane, Verwüstungen; Erntezerstörungen,
Hunger, Emigration, Kriege um Rohstoffe sind die
Folgen.

Die Zeit drängt

Der einzige Weg, die drohende Zerstörung abzuwenden, ist die radikale Reduzierung der Treibhausgasemissionen
durch effiziente Energienutzung und durch die Verwendung erneuerbarer Energien.

CO2-Handel ist in keiner Weise geeignet den Klimawandel zu stoppen und stellt eine beispiellose Privatisierungsaktion
der Atmosphäre dar, indem sich die reichen Länder
≥Verschmutzungsrechte„ einkaufen können.
Diese ≥marktorientierten Lösungen„ werden nicht nur scheitern, sie werden auch die Armut vergrößern und Ungerechtigkeit fördern.

Industrielle Fleischproduktion ˆ der Klimakiller!

Unser scheinbar unschuldiges ≥Sonntagsschnitzel‰ ist Teil der
Problematik. Bereitgestellt durch eine global betriebene industrielle
Landwirtschaft ist der Verzehr von Fleisch ein wesentlicher Teil unserer Ernährung geworden. Um aber eine Kalorie an fleischlicher Nahrung zu produzieren, muss man ˆ je nach Tierart - bis zu 10 Kalorien an pflanzlicher Nahrung verfüttern. Die unerwünschten
Nebenfolgen sind aber nicht nur eine Milliarde hungernder
Menschen (alle 5 Sekunden verhungert ein Kind!) und unendliches
Tierleid. Der Anbau von Mastfutter (Gen-Soja), das von den Rinderherden und in Schweine-Massenstallungen freigesetzte Methan und der internationale Transport machen die Agrarindustrie auch zu einem der größten Verursacher von Treibhausgasen.
Die Schätzungen reichen von ein Viertel bis ein Drittel
am Gesamtanteil der THG.

KLIMAKRIEGE DROHEN

Der Klimawandel ist in doppelter Hinsicht ≥bleihältig‰.
Die Gefahr neuer Bürgerkriege droht. Experten und Expertinnen
schätzen, dass zukünftig bis zu 20 % der Leistungen unserer Volkswirtschaft für die Bewältigung der Folgen
des Klimawandels aufgewendet werden müssen. Dadurch werden
die Verteilungskämpfe innerhalb der hoch entwickelten kapitalistischen Gesellschaften an Schärfe zunehmen. Um daraus entstehende Bürgerkriege abzuwenden wird der Ausbeutungsdruck gegenüber den Ländern der südlichen Erdhalbkugel zunehmen.

Damit in Zusammenhang steht das Ausmaß an Elend und Unfrieden durch das absehbare Anwachsen der Flüchtlingsströme. Schon heute geht ein Teil der Emigration aus
afrikanischen Ländern auf den beginnenden Klimawandel zurück.
Dies wird sich ebenso verstärken wie die Anstrengungen der EU diese Menschen von ihren Südgrenzen weg zu halten. Der Aufbau einer dafür vorgesehenen eigenen EU-Militäreinheit namens FRONTEX und der damit drohende Verlust an solidarischer
Menschlichkeit weist in eine bedrohliche Zukunft.

FORDERUNGEN an die PolitikerInnen

FÜR:
  • lokale, nachhaltige Landwirtschaft
  • kleinere, dezentrale Energieprojekte auf Basis erneuerbarer Energien
  • kein weiterer Abbau fossiler Brennstoffe wie zum Beispiel Öl und Gas
  • Lockerung des Patentrechtes für Umwelttechnologie
  • Investitionen in gemeinschaftlich verwaltete, erneuerbare Energieproduktion
  • weltweit
  • die Finanzierung dieser Maßnahmen durch Besteuerung von Börsengeschäften
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs!
  • In Graz und Graz Umgebung fordern wir Öffis zum Nulltarif ˆ finanziert
  • über eine fixe jährliche Abgabe pro EinwohnerIn (sozial gestaffelt).
  • LKW-Transporte auf die Schiene!
  • Weiters fordern wir:
  • Gleichberechtigten Zugang für alle zu den Gütern: Energie, Wälder, Land und Wasser!
  • Runter mit den Treibhausgasen!
  • Ein neues Ökostromgesetz und die Förderung von Ökostromproduktion durch Banken
anstatt
  • CO2 Handel
Klima-Plattform Steiermark
Unterstützt von: Steirische Friedensplattform; VGT; Klimabündnis, Attac; Friedensbüro Graz; Pax Christi; Global
2000; Beas Urkost; Diözese Graz-Seckau Umwelt; Grüne Akademie Steiermark, KPÖ Bildungsverein Steiermark;
Renner-Institut Steiermark)


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