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Agro-Gentechnik: Die Saat des Bösen
Antonio Inacio Andrioli / Richard Fuchs
Die schleichende Vergiftung von Böden und Nahrung
ISBN 3-89189-152-0, 256 Seiten, 16,80 • (D), emu-Verlag, Lahnstein
Im Dezember entscheide die Welthandelsorganisation WTO über die
uneingeschränkte Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen ˆ quasi hinter
verschlossenen Türen.
Soll die Gentechnik traditionelle Pflanzen und Nahrungsmittel auf Acker und Teller verdrängen?
Um diese Frage sei in Europa eine heiße Diskussion entbrannt. Der
Koalitionsvertrag der neuen deutschen Bundesregierung verspreche die
- Förderung von Gentechnik im Interesse der Chemieindustrie
- Die Verbraucher hingegen lehnen das Essen aus dem Labor oft ab.
- Auch viele Landwirte wehren sich verzweifelt
In den USA, Kanada und Argentinien ist patentiertes, genmanipuliertes
Saatgut seit 10 Jahren annähernd flächendeckend verbreitet. Hier
könnten gesundheitliche und ökologische Risiken ebenso studiert werden,
wie auch uneingelöste Versprechungen der Industrie:
- Der Pestizidverbrauch sei heute gestiegen,
- der Ertrag gefallen
Eine Koexistenz von Kulturen mit und ohne Gentechnik gäbe es nicht. Transgene Pflanzen verbreiten sich heute unkontrolliert.
Nicht genug damit
Laut Bericht aus den USA schrecke der Saatgutriese Monsanto vor nichts zurück:
- Bestechungen, Erpressungen, Denunziationen,
- Observationen, die Fälschung von Saatgutverträgen und
- wissenschaftlichen Studien,
- selbst die Vernichtung bäuerlicher Existenzen
gehöre zum Arsenal dieses Wirtschaftsimperiums. Allein in seiner
Rechtsabteilung beschäftige Monsanto 75 Angestellte, denen ein
jährlicher Etat von 10 Millionen Dollar zur Verfügung stehe.
Druckfreundliche Darstellung
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