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Der Alchimist von Paul Cuelho
Ein dünnes Buch erschien erstmals 1988. Es machte den Brasilianer Cuelho zum
Erfolgsautor. Der Titel in 37 Sprachen übersetzt und erreichte eine Auflage von 10
Millionen. Insgesamt wurden mehr als 50 Millionen Bücher von Cuelho gedruckt. Steinbach sprechende Bücher brachte den Alchimisten auch als Hörbuch heraus.. Kritiker lobten den Roman mit begeisterten Worten und Cuelho wurde zur Kultfigur. <o:p>
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Was
machte ihn so anziehend?
Der
Roman der Alchimist ist wie ein Märchen erzählt. Die literarischen Möglichkeiten dieser Erzählform treffen auf einen Zeitgeist der unerfreulichen Realitäten entfliehen will. Tiefe menschliche Fragen und bequeme fantasiereiche Antworten für jeden metaphorische und verständlich auszudrücken das ist Balsam in der Welt der Hochrüstung und der Globalisierung.
Cuelho arbeitet mit schlichten Worten und anschrechenden Bildern. Er spricht vergessene kindliche Erfahrungen an. Es ist leicht sich zu Hause in der Welt Romanhelden Santiago. Er sucht Antworten. Der Alchimist und andere Fantasiegestalten lassen Entdeckungen machen und jedes Ungemach wird zu einem Segen konstruiert. König von Salem, Kristallverkäufer, Wüstenfrau, Räuber alle wirken als Agenten der Weltenseele. Sie helfen den Traum vom Schatz der auf den Helden wartet zu realisieren
und gehören zu den Stationen seiner Lebensreise. Die Story in Kurzform
"Um
Santiago geht es, der als Hirte mit seinen Schafen über die Weiden Andalusiens
zieht. Unter einem Maulbeerbaum in einer zerfallenen Kirche träumt er zum
zweiten Mal denselben Traum, dessen Ende offen bleibt. Der Traum zeigt ihm die
Pyramiden von Ägypten, bei denen ein Schatz begraben liegen soll. Der junge
Hirte beginnt, nach dem Sinn des Traums zu fragen. Der alte König, den er
trifft, hilft ihm, eine Fährte zu finden. ≥Erst die Möglichkeit, einen Traum
zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert„ sagt er zu Santiago, und das
ist der Anstoß für den, seine Schafe zu verkaufen. Er macht sich auf die Reise
zu dem fernen Traumziel, um seinen persönlichen Lebensweg zu suchen. Es ist
eine ≥geheimnisvolle Kette„ von Ereignissen, die ihn von den fremden
Menschen und Städten Nordafrikas in die große Weite der Sahara führt. Die Wüste
zeigt ihm die ganze Landschaft seiner Seele von Zweifeln und Ödnis bis hin zur
hellen Vision. Der Jüngling lernt die Zeichen und die Sprache der Welt zu
verstehen. In der Oase dann begegnet er dem Alchimisten. Er hat das Wissen, weil
er der Weltenseele nahe ist, und kennt deshalb auch das Geheimnis, wie Metall in
Gold verwandelt werden kann. Er begleitet Santiago auf seinem Weiterritt durch
die Wüste und lehrt ihn, die Stimme seines Herzens wahrzunehmen. So besteht der
Jüngling die Gefahren auf seinem Weg und findet seinen Schatz. Das Ende seines
Traums wird da Wirklichkeit, wo er zum ersten Mal geträumt hat ˆ und doch
weit davon entfernt". Transhumanistisches FazitCuelho denkt magisch wie ein Kind. Er nutzt die Überwindung der Realitäten der Umwelt in der Fantasie um eine gefällige Story mit Happy End zu schreiben. Santiago ist ein Hans im Traum der in der Geschichte für die Verfolgung seiner Träume belohnt wird. Mental könnte die Geschichte auch einiges bringen, denn fantasierte Lösungen tendieren zur Realisierung in analoger Form. So hilft es bei Alpträumen sich einen Traumhelfer zu fantasieren der mit Zauberstab die verfolgende Bestie in Lämmlein verwandelt. Der Erfolg ist beeindruckend. Die Nutzung dieser erzählerischen Interventsform in den Lauf der Welt wäre interessant für soziale, humane Themen. Es wäre zumindest einen Versuch wert. Vernunft wirkt ohnehin nur bei Vernünftigen. Unbewusste Menschen werden wohl besser über das Unbewusste erreicht - bewusst. Die Regel dafür sind noch nicht so recht erforscht und eindeutig.
Druckfreundliche Darstellung
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