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   danke: www.popo.at

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Big brother ..

Unter Smart Environments, auf deutsch intelligente Umgebungen, versteht man ein Umfeld, also zum Besipiel eine Wohnumgebung (smart home), die selbständig "denken" kann, also zum Beispiel den Ofen abdreht, wenn man sie verlässt.

Dass solche Smart homes wissen wollen, was in der Wohnung passiert, ist durchaus normal. Anders könnten sie keine Entscheidungen treffen. Aber manchmal wird dabei auch übers Ziel geschossen, und die ursprüngliche Idee, Menschen im Fehlerfall und insbesondere beim Unfall zu unterstützen, vergessen.

Ob das daran liegt, dass solche Technologien fast ausschließlich von jungen, männlichen Technikern entwickelt werden? Jedenfalls fällt auf, dass unverhältnismäßig viel Energie in diesen Bereich der Überwachung fließt.

Die Uni Stuttgart hat ein solches System entwickelt, mit dem Vorteil, dass es billig, leicht zu installieren und recht genau ist. Es basiert auf einem iPhone und einer Fischaugenkamera. Auf Basis der zugehörigen Algorithmen kann das System genau wissen, ob ich gerade Hände wasche, koche, esse oder schlafe. Wenn ich nicht beobachtet werden will, lege ich einfach das iPhone weg. An sich wunderbar!

Die Frage ist, warum das System die Information braucht, dass ich gerade Hände wasche, und was es damit macht.

Dass sich dann der Ofen automatisch ausschaltet, wenn niemand mehr da ist, lässt sich auch mit erheblich weniger Überwachung lösen. Für einen anderen Fall, dass zum Beispiel die Bewohnerin ungewöhnlich lange auf dem Sofa liegt, und das vielleicht auf eine Erkrankung schließen lässt, ist diese Art der Datenerfassung wiederum sehr sinnvoll.

Smart Environments können etwas Wunderbares sein. Es ist aber wichtig, denn Anwendungskontext im Auge zu behalten. Die Technologie muss zum erreichten Nutzen in einem Verhältnis stehen.

gray notes (c) dada.at/geoff

 

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