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Die ICCHP im Überblick

Die ICCHP International Conference on Computers helping People with Special Needs ist sozusagen eine mehrspurige Konferenz. Zum einen gibt es innerhalb der Kern-Konferenz von 9. bis 11. Juli 2008 mehrere parallele Tracks aus Kurzvorträgen zu den verschiedensten Themen, aufgelockert durch Keynote-Lectures, sowie parallele Workshops. Die Details dazu weiter unten.

Darüber hinaus fanden am 7. und 8. Juli ebenfalls sehr wissenschaftliche, englischsprachige Workshops und Vorträge der Young Researchers statt, mit dem Ziel, Nachwuchsforscher/inn/en zu fördern. Themenschwerpunkte waren: ≥Informations- und Kommunikationstechnologien≥, ≥Assistierende Technologien≥ und ≥Behinderung≥.

Um die Inhalte der Konferenz auch weniger forschungsintensiven Zielgruppen zugänglich zu machen, fand ebenfalls am 7. und 8. Juni das IKT-Forum statt.

Weiters wird im Rahmen der Konferenz ICCHP der Roland Wagner Award für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie für Menschen mit Behinderungen vergeben, gestiftet von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG). Die Verleihung des 4. Awards findet am Donnerstag, dem 10. Juli 2008 im Schloss Steyregg statt.

Details zur Kern-Konferenz:

In 4 Veranstaltungsreihen präsentieren 200 WissenschafterInnen aus aller Welt
ihre Arbeiten aus den Themenbereichen:

Alter, Behinderung und IKT / Assistierende Technologien
  • Ambient Assisted Living (AAL) & Assistierende Technologien (AT)
  • Barrierefreies Web Design
  • Design for All
  • Accessibility & Usability
  • eGovernment, eHealth, eLearning, eService
Details zu den Themen am Ende des Artikels.<o:p> </o:p>

Keynotes

Die Keynotes im Rahmen der ICCHP sollen anregen, die gängige Praxis zu reflektieren und zu überdenken:


Jim Fruchterman (CEO of BENETECH): "Raising the Floor: Providing Accessible Technology and Content to Every Person with a Disability on the Planet"
Harold Thimbleby (Professor of Computer Science, Swansea University: "Understanding User Centred Design (UCD) for People with Special Needs"
Miguel Gonzalez-Sancho (European Commission, Information Society DirectorateGeneral, Unit H3: ICT for inclusion, Deputy Head of Unit, BE): "eInclusion Policy and Activities"

Michael Cooper (Web Accessibility Initiative, W3C, USA: "Bringing Accessibility to Today's Web"

Anschließend Podiumsdiskussion: "Mainstreaming Accessibility at a Global Level"

Themen des IKT-Forum

IKT für Menschen mit Behinderungen bei Mobilität, Kognition, Sehen, Hören, Kommunikation, Vitalfunktionen,

Vortragsreihen zu Schwerpunktthemen wie:
  • Integration von innovativen Technologien in die Umgebung (Intelligentes Wohnen, AAL, etc.)
  • Barrierefreie Information (Barrierefreies Webdesign, Easy to Read, etc.)
  • Unterstützte Kommunikation (Sysmbolsysteme, Gebärden, Kommunikationsgeräte, etc.)
  • Bildung und Technik
  • Barrierefreier Tourismus

Aktuelle Techniken und neueste Entwicklungen im Bereich IKT für Menschen mit Behinderungen IKT Anwendungspraxis in Bildung, Beruf, Familie, Alltag, Medizin und Rehabilitation

Tagungsband

Die wissenschaftlichen Beiträge der ICCHP 2008 werden in den ≥Proceedings≥ der Konferenz veröffentlicht. Die Publikationen sind zu finden in der Serie von Springer ≥Lecture Notes in Computer Science √ LNCS≥, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2008.

Und nun noch die Themen der ICCHP im Detail

- Accessibility and Usability: Es werden Möglichkeiten diskutiert wie Barrieren für Menschen mit Behinderung durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien abgebaut werden können. Im speziellen werden innovative Technologien vorgestellt wie z. B. die Mensch-Maschine Schnittstellen Automatisierung.

- Altersbedingte Behinderungen: Es werden innovative Systeme für ältere Menschen vorgestellt, die zur Aufrechterhaltung ihrer Selbstständigkeit beitragen. Weiters ist es ein Thema wie Technologien von Menschen, die mit Technologien nicht vertraut sind, akzeptiert werden können.

- Assessment behandelt methodische Zugänge für das Voraussehen und Evaluieren des Einflusses von Informations- und Kommunikationstechnologien und Assistierende Technologien. Es werden Konzepte und Techniken diskutiert wie die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Menschen evaluiert werden können.

- Assistierende Technologien (AT): Erhöhung der Qualität und Verfügbarkeit von unterstützenden Technologien, um eine selbstständige Lebensführung und Kommunikation und Integration zu fördern.

AT (Assistive Technologies) sind alle Hilfsmittel, die behinderten Menschen das Leben erleichtern. Neben mobilen Hilfsmitteln wie dem Blindenstock gibt es inzwischen ein breites Feld an elektronischen Hilfsmitteln: Von der Braillezeile über den Kopfstab bis zu elektronischen Zeigegeräten,mit denen der Mauszeiger auf dem Bildschirm mittels Ultraschall, Infrarotstrahlen oder Augenbewegungen kontrolliert wird.

- Design for All beschäftigt sich mit der Rolle von Informations- und Kommunikationstechnologien und Assistierenden Technologien bezogen auf einen freien Zugang zur Umwelt und zu Gebäuden. Themen sind barrierefrei Architektur, Verkehr, öffentliche Gebäude und Arbeitsplätze.

- Bildung: In der Bildung, sowohl in der integrativen Bildung als auch in der Sonderpädagogik eröffnen neue Informationstechnologien und Assistierende Technologien neue didaktische und methodische Szenarien. Die Qualifikationen und Kompetenzen der ausbildenden Personen müssen mit den Anforderungen, die neue Technologien mit sich bringen, übereinstimmen.

- eInclusion fördert die Diskussion über gesetzliche, organisatorische und strukturelle Kontexte, Möglichkeiten der Förderung/Finanzierung und Evaluation von Programmen für Modelle auf nationaler und internationaler Ebene.

- Arbeitsmarktintegration beschäftigt sich mit Konzepten zur Verbesserung der Karrierechancen von Menschen mit Behinderung. Es wird gezeigt wie Menschen mit Lernbehinderungen durch den Einsatz von IKT und AT profitieren können. Es wird diskutiert wie sowohl BenutzerInnen als auch ExpertInnen qualifiziert werden können, um die Integration am Arbeitsmarkt optimieren zu können.

- Medizin und Pflege behandelt Themen wie Synergieeffekte von IKT und AT und Diagnose, Pflege, Therapie und Rehabilitation.

- Umgebungssteuerungen: Es wird das Potential von neu entstehenden Technologien wie beispielsweise embedded systems und mobile Steuerung von Computern und deren Einsatz für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen diskutiert.

- Erbringen von Dienstleistungen beinhaltet menschliche, wirtschaftliche, organisatorische und steuernde Aspekte bei der Implementierung von Dienstleistungen, die aus dem Entstehen neuer Technologien resultieren.

ICCHP 2008 9. -11. Juli 2008

Johannes Kepler Universität Linz

http://www.icchp.org

IKT-Forum 7. - 8. Juli 2008

Johannes Kepler Universität Linz

http://www.ki-i.at

Die ICCHP 2010 findet von 12. bis 16. Juli 2010 in Wien statt. Das IKT-Forum gibt es bereits 2009 wieder, und zwar am 13. und 14. Juli in Linz.

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