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Beste soziale Innovation 2010
SozialMarie zeichnet steirisches Theaterprojekt ≥Kein Kies zum Kurven Kratzen„ als beste soziale Innovation aus Zum sechsten Mal wurden am 1. Mai in Wien die 15 herausragendsten sozialen Innovationen mit einem Gesamtwert von 42.000,- Euro ausgezeichnet.
Das Theaterstück ≥Kein Kies zum Kurven Kratzen„ aus Graz erreichte den mit 15.000 Euro dotierten ersten Platz der SozialMarie 2010. Die Kraft des Theaters wird genutzt, um sich mit dem Thema ≥Neue Armut" auseinanderzusetzen. Auf Basis des Forumtheaters wird seit 2007 von armutserfahrenen Menschen aus der ganzen Steiermark unter professioneller Anleitung von InterACT die neue Armut thematisiert und bearbeitet. Die Politik in Stadt und Land wird immer wieder damit konfrontiert ˆ bis sie zB Gesetze ändertΣ
Mit dem zweiten Preis im Wert von 10.000 Euro wurde das Projekt ≥LebensDESIGN„ aus Salzburg prämiert. Rund 70 Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung fertigen in den Werkstätten der Lebenshilfe Salzburg hochwertige Designerprodukte aus Holz, Ton, Wachs und Textil in den Bereichen Möbel, Lampen, Accessoires und Spiele. Die Produkte werden von StudentInnen des Studienlehrgangs Design und Produktentwicklung der Fachhochschule Salzburg unter Anleitung des Senior Designers des Porsche Design Studios entwickelt und von Porsche Design vermarktet
Das Wiener Sozialprojekt ≥Balu und Du„ wurde mit dem mit 5000 Euro dotierten dritten Preis ausgezeichnet. SchülerInnen der Ganztagsvolksschule Europaschule werden von Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Strebersdorf unterstützt. Die ≠Moglis‚ werden von den ≠Balus‚ in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung begleitet. Sie treffen sich regelmäßig, einmal pro Woche und in den Ferien, ein ganzes Schuljahr lang, teilweise auch danach. Sie gehen miteinander ins Museum, zu Veranstaltungen, betreiben Sport, kochen, werken, reden ˆ Balus stehen den Moglis als zusätzliche Bezugsperson zur Verfügung.
Direktorin der Nationalbibliothek Rachinger übernimmt gemeinsam mit ihrem Mann Fritz Panzer die Patenschaft für das Projekt ≥Lasst die Welt herein ˆ Ich möchte ˆ mich sein„
Den Ehrenschutz haben dieses Jahr Frau Drin Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, und Herr Dr. Fritz Panzer, Geschäftsführer Verlag Carl Ueberreuter, übernommen. Sie werden sich speziell für das Projekt ≥Lasst die Welt herein ˆ Ich möchte ˆ mich sein„ einsetzen. Für sie war die Frage der Autonomie / Selbstbestimmung alter (oder dementer) Menschen letztlich ausschlaggebend, sich verstärkt für dieses Projekt zu engagieren. er ungarische Schriftsteller Miklos Vámos, ebenfalls Ehrenschutz der diesjährigen SozialMarie, wird dem Projekt ≥Magdi„ aus Ungarn bei seiner Medienarbeit behilflich sein.
Jedes eingereichte Projekt wird in einer Online-Projektdatenbank veröffentlicht
Alle seit 2005 eingereichten Projekte sind in einer Online-Projektdatenbank gesammelt und öffentlich zugänglich. Somit können sie als Vorbild für andere Interessierte dienen und zur Nachahmung motivieren. Zusätzlich haben sozial engagierte Unternehmen die Möglichkeit Initiativen auszusuchen, die sie unterstützen wollen: www.sozialmarie.org Pressefotos in Druckqualität finden Sie unter: http://drop.io/sozialmarie
Für Rückfragen zur Preisverleihung wenden Sie sich bitte an:
Maga Maria Reichmann Unruhe Privatstiftung t: +43 1 587 71 81 ˆ 11 m: sozialmarie@ziel.at w: www.sozialmarie.org Die prämierten Projekte im Überblick:
1. Preis: Forumtheaterstück ≥Kein Kies zum Kurven Kratzen„ (Steiermark) Den ersten Preis der SozialMarie 2010 und somit 15.000 Euro gewonnen hat das Forumtheaterstück ≥Kein Kies zum Kurven Kratzen„. Die Kraft des Theaters wird genutzt, um sich mit dem Thema ≥Neue Armut" auseinanderzusetzen. Unter professioneller Anleitung von InterACT, einer Theaterinitiative in Graz, wird unter Mitwirkung von armutserfahrenen Menschen die Armut thematisiert und bearbeitet. Im Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ist dieses Projekt ein würdiger Preisträger. Ansprechperson: Dr. Michael Wrentschur (Projektleiter; InterACT ˆ Werkstatt für Theater und Soziokultur) Telefon: 0650/7209351 oder 0316/720935 E-Mail: office@interact-online.org 2. Preis: LebensDESIGN (Salzburg) Der zweite Preis, und somit 10.000 Euro geht an LebensDESIGN, ein Projekt, das zwei Welten miteinander verbindet: Einerseits Porsche Design, das höchste Ansprüche an Design stellt, andererseits die Manufakturen der Lebenshilfe Salzburg. Rund 70 Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung fertigen in den Werkstätten der Lebenshilfe Salzburg seit 2008 hochwertige Designerprodukte aus Holz, Ton, Wachs und Textil in den Bereichen Möbel, Lampen, Accessoires und Spiele. Entworfen werden diese von StudentInnen des Studienlehrgangs Design und Produktentwicklung der Fachhochschule Salzburg unter Anleitung des Senior Designers des Porsche Design Studios. Ansprechperson: Mag.a Claudia Tomasini (Projektkoordinatorin; verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit in der Lebenshilfe Salzburg) Telefon: 0662/820984-17 E-Mail: claudia.tomasini@lebenshilfe-salzburg.at Dritter Preis: Balu und Du (Wien) SchülerInnen der Ganztagsvolksschule Europaschule Wien werden seit 2009 als ≠Moglis‚ von Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Strebersdorf in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung unterstützt. Sie treffen sich mit ihren ≠Balus‚ regelmäßig, einmal pro Woche und in den Ferien, ein ganzes Schuljahr lang, teilweise auch danach. Sie gehen miteinander ins Museum, zu Veranstaltungen, betreiben Sport, kochen, werken, reden ˆ Balus stehen als zusätzliche Bezugsperson zur Verfügung. Von Beginn an wird das Projekt von der Universität Osnabrück wissenschaftlich begleitet, alle Akteure in der Schule, auch die Eltern, sofern sie wollen, sind eingebunden, in einer eigenen Lehrveranstaltung reflektieren die Studentinnen ihre Erfahrungen. Ansprechperson: Verena Reingruber (Projektkoordinatorin; Lehrerin an der Ganztagsvolksschule Europaschule im 20. Wiener Gemeindebezirk) Telefon: 0650/8129640 E-Mail: verenareingruber@gmx.at 1000-Euro-Preise (in alphabetischer Reihenfolge)
AfterNoon Foundation ˆ Helpline for middle-aged and elderly people (Ungarn) Ansprechperson: Ágnes Recski, Tel: +36 20 320 7979 Mail: delutankuratorium2@gmail.com Web: www.delutan.hu Holocaust Wagon Exhibition (Ungarn) Ansprechperson: Ilona Novák, Tel: + 36 30 852 8018 Mail: ilonanovak@gmail.com Web: www.eletmenete.hu/vagonkiallitas IGR ˆ Zukunft im Grenzraum (Burgenland / W-Ungarn) Ansprechperson: Maga Eszter Toth, Tel: + 43 664 6145125 Mail: eszter.toth@oegb.at Web: www.igr.at innovia Akademie (Tirol) Ansprechperson: Maga Vera Sokol, Tel: + 43 676 843 843 20 Mail: vera.sokol@innovia.at Web: www.innovia.at Lasst die Welt herein ˆ ich möchte ˆ mich sein (Wien) Ansprechperson: DGKS Silvia Haupt Telefon: + 43 1 28802 8462 Mail: silvia.haupt@wienkav.at Web: www.wienkav.at/kav/gzd LIBIDA ˆ Sexualbegleitung® (Steiermark) Ansprechperson: Drin Doris Krottmayer Telefon: + 43 3135 56382-23 Mail: hautnah@alphanova.at Web: www.libida-sexualbegleitung.at Magdi (Ungarn) Ansprechperson: Monika Balint, Tel: +36 702 803062 Mail: moni@zofi.hu Web: www.zofi.hu Neuland OÖ. (Oberösterreich) Ansprechperson: DSA Wolfgang Gföllner, MAS, Tel: + 43 7224 66 136 - 13 Mail: wolfgang.gfoellner@promenteplus.at Web: www.promenteplus.at Online Trauer-Plattform ≠Aspetos‚ (Tirol, ö-weit) Ansprechperson: Drin Christine Pernlochner-Kügler, Tel: + 43 676 6620348 Mail: pernlochner@trauerhilfe.at Web: www.aspetos.at, www.trauerhilfe.at SOPHIE BildungsRaum für Prostituierte (Wien) Ansprechperson: Maga Eva van Rahden, Tel: + 43 1 897 55 36 Mail: eva.vanrahden@volkshilfe-wien.at Web: www.sophie.or.at Sprachausbildung für die Polizei (Wien, ö-weit) Ansprechperson: Thomas, Tel:+43 664 8131996 oder +43 1 53126 - 4868 Mail: thomas.greis@bmi.gv.at Web: www.bmi.gv.at Verbund-Stromhilfefonds der Caritas (Wien, ö-weit) Ansprechperson: Beate McGinn, Tel: +43 1 50313-53702 Mail: beate.mcginn@verbund.at Web: www.verbund.at
Der Preis SozialMarie Wanda Moser-Heindl hat mit ihrem Mann die Unruhe Privatstiftung errichtet. Seit 2005 wird von der Stiftung der Preis der SozialMarie zur Würdigung nachhaltig angelegter Sozialinitiativen und -projekte ausgelobt. Ziel der SozialMarie ist es, innovative soziale Ideen und deren Umsetzung in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und unter anderem zur Nachahmung zu motivieren. Fachjury Aus 206 eingereichten Projekten wählte die Fachjury, bestehend aus Barbara van Melle (TV-Journalistin und Moderatorin), Marlies Sutterlüty, DSA (Lektorin in der Fachhochschule des Campus Wien), Sepp Schmidt, DSA, Helene Pumm und Univ. Prof. Dr. Josef Hochgerner (Zentrum für Soziale Innovation (ZSI)), die 15 Preisträgerprojekte aus.
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